Über mich – Meine Haltung
Zuhören, ohne vorschnell zu urteilen
Jeder Mensch trägt Geschichten in sich, über die er nicht mit jedem sprechen kann. Nicht, weil sie ungewöhnlich sind. Sondern weil sie persönlich sind, schmerzen oder die Sorge auslösen, missverstanden zu werden.
Wenn Sie mit mir sprechen, müssen Sie Ihre Geschichte nicht erst sortieren. Sie müssen sich nicht rechtfertigen, nichts beschönigen und nichts zurückhalten, nur weil Sie befürchten, bewertet zu werden. Sie beginnen dort, wo es für Sie richtig ist. Ich höre Ihnen erst einmal zu.
Was geschehen ist, ist wichtig. Aber es ist nie die ganze Geschichte. Mich interessiert auch, wie es dazu gekommen ist: Welche Erwartungen haben Sie erfüllt? Welche Verantwortung haben Sie übernommen? Was haben Sie vielleicht zu lange getragen, erklärt oder ausgehalten?
Verstehen bedeutet für mich nicht, alles gutzuheißen. Es bedeutet, den Zusammenhang zu erkennen - und damit auch, was Ihnen heute noch hilft und was Sie inzwischen festhält.
Mein Weg zum systemischen Berater
Mein eigener Weg war nicht gerade. Deshalb erzähle ich ihn auch nicht glatt.
Mehr als zwanzig Jahre war ich im Außendienst tätig. Ich war viel unterwegs, trug Verantwortung und war es gewohnt, weiterzumachen. Auch dann, wenn es anstrengend wurde.
Dann kam eine Zeit, in der mehrere Sicherheiten gleichzeitig wegbrachen. Eine Trennung und eine Krebserkrankung gehören zu meiner Geschichte. Ich erzähle das nicht, um meine Belastbarkeit zu beweisen. Sondern weil es erklärt, warum ich den Unterschied zwischen Funktionieren und Handlungsfähigkeit nicht nur aus Büchern kenne.
Funktionieren bedeutet, irgendwie weiterzumachen. Handlungsfähig zu sein bedeutet, wieder zu erkennen, was man beeinflussen kann - und eine Entscheidung nicht nur auszuhalten, sondern selbst zu treffen.
Diese Erfahrung hat meinen beruflichen Weg verändert. Ich habe mich neu ausgerichtet und mich zum systemischen Berater ausbilden lassen. Nicht, weil ich seitdem auf alles eine Antwort hätte. Sondern weil ich erfahren habe, wie entscheidend die richtigen Fragen sein können.
Berufliche Erfahrung mit Menschen und Unternehmen
Mein Berufsleben hat mich mit sehr unterschiedlichen Menschen zusammengebracht: mit Unternehmen und Führungskräften, mit Menschen auf der Suche nach einer neuen beruflichen Richtung und mit Lebensläufen, die von Brüchen, Rückschlägen und neuen Anläufen geprägt waren.
Heute arbeite ich hauptberuflich im Jobcenter. Die Situationen unterscheiden sich. Die Fragen dahinter oft kaum: Wie lange schaffe ich das noch? Was geschieht, wenn ich jemanden enttäusche? Darf ich etwas verändern, obwohl andere auf mich zählen?
Diese Erfahrung prägt auch meine Arbeit mit Unternehmen. Ich kenne die Perspektive von Verantwortlichen ebenso wie die von Menschen, die von Entscheidungen unmittelbar betroffen sind.
Ausbildung, Qualifikationen und Haltung
Eine eigene Krise macht noch keinen guten Berater. Persönliche Erfahrung kann den Blick für andere Menschen öffnen. Sie ersetzt aber keine fundierte Ausbildung.
Deshalb verbinde ich meine Lebens- und Berufserfahrung mit meiner Ausbildung zum systemischen Berater und Weiterbildungen unter anderem in Gewaltfreier Kommunikation und interkultureller Beratung.
Methoden sind für mich kein Selbstzweck. Denn nicht der Mensch muss zu einer Methode passen. Die Methode muss zum Menschen passen.
So arbeite ich
Ich höre zu. Ich frage nach. Und ich gebe mich selten mit der ersten Erklärung zufrieden.
Ich nehme ernst, was Sie mir erzählen. Gleichzeitig prüfe ich mit Ihnen, was tatsächlich feststeht - und was Sie vermuten, befürchten oder schon so lange glauben, dass es sich wie eine Tatsache anfühlt.
Ich spreche Widersprüche an. Manchmal vorsichtig. Manchmal sehr direkt. Nicht, weil ich recht behalten möchte. Sondern weil die entscheidende Frage manchmal genau dort liegt, wo niemand mehr nachfragt.
Sie können von mir erwarten, dass ich Ihnen aufmerksam, respektvoll und ehrlich begegne. Ich kann Ihre Geschichte nicht ändern. Aber wir können gemeinsam prüfen, welche Rolle sie in Ihrem weiteren Leben noch spielen soll.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass meine Art zu Ihnen passen könnte, reicht für den ersten Kontakt ein kurzer Satz. Sie müssen mir noch nicht Ihre ganze Geschichte erzählen.
Wenn eine weitere Perspektive sinnvoll ist
Nicht jeder Auftrag braucht mehrere Personen. Wenn neben systemischer Konfliktklärung besonders Pädagogik, Leitung oder Organisation eine Rolle spielen, kann Mascha Jaeger ein Projekt eigenverantwortlich übernehmen oder ergänzend mitwirken.
Bei deutsch-spanischen Arbeitskontexten, Integration oder interkulturellen Konflikten kann Andrés Angel seine psychologische, migrationsbezogene und zweisprachige Perspektive einbringen. Im Vorgespräch klären wir transparent, welche Besetzung zum Auftrag passt.
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